Energietechnologie für den Rhein-Erft-Kreis
Der Regionalrat Köln hat – auch unter Zustimmung der GRÜNEN Fraktion – die 21. Änderung des Regionalplans beschlossen. Im Rahmen der „Regionale 2010“ soll im nördlichen Rhein-Erft-Kreis demnach das Projekt „terra nova“ umgesetzt werden. Dazu muss ein etwa 20 Hektar großes Gebiet, das ursprünglich für flächenintensive Großvorhaben ausgewiesen war, umgewidmet werden, sodass im Rahmen von „terra nova“ hier vorrangig Energietechnologieunternehmen angesiedelt werden können.

„Regionale 2010“ heißt das Strukturförderprogramm für den Köln-Bonner-Raum, in dessen Rahmen neben vielen anderen auch das Projekt „terra nova“ umgesetzt werden soll. Sein Ziel ist es, die Umstrukturierung des rheinischen Tagebaureviers im Rhein-Erft-Kreis zu begleiten. Konkret soll ein Gesamtkonzept für eine „Zukunftslandschaft Energie“ entwickelt werden, das die Region in ihrer Identität stärkt, die laufenden Umnutzungsprozesse zur Gestaltung einer attraktiven Landschaft nutzt und wirtschaftliche Impulse setzt. So soll zum Beispiel die nördliche Tagebaukante Hambach gestaltet werden, und es soll ein interkommunales Kompetenzareal für Energiewirtschaft gebildet werden.
Letzteres hat am 16. Dezember 2011 auch den Regionalrat Köln beschäftigt, da zur Umsetzung des Vorhabens eine Änderung des Regionalplans nötig ist. So muss ein aus dem Landesentwicklungsplan übernommenes Gebiet für flächenintensive Großvorhaben zurückgenommen werden, sodass stattdessen ein etwa 20 Hektar großer zweckgebundener Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereich (GIB) ausgewiesen werden kann.
Der Regionalrat stimmt dieser Änderung einstimmig zu und legte das Ziel wie folgt textlich fest: „Der zweckgebundene GIB terra nova dient vorrangig Unternehmensansiedlungen im Bereich der Energietechnologien. Der GIB ist interkommunal von den Städten Bedburg, Bergheim und Elsdorf zu planen und umzusetzen.“
„Wir begrüßen dieses Vorhaben“, sagt Rolf Beu, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Regionalrat Köln, „denn im Zuge der Energiewende ist es nötig, auch bei der planerischen Flächenausweisung umzudenken. Dass im Rhein-Erft-Kreis nun die Möglichkeit gegeben ist, Unternehmen anzusiedeln, die alternative Energietechnologien entwickeln und umsetzen, ist gerade aus unserer Sicht zukunftsweisend.“
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