Mehr Schienen statt Autobahnen
Die GRÜNEN im Regionalrat Köln teilen die Bestrebungen der Gemeinde Inden für den Erhalt der Autobahn-Anschlusstelle Weisweiler nicht. Durch die Schaffung der neuen Anschlussstelle Luchem sei das Angebot ausreichend. Die Gelder sollten lieber in den Ausbau der Schieneninfrastruktur gesteckt werden, als in den unnötigen Erhalt von Autobahnanschlussstellen.

Von einem „interkommunalen Schulterschluss“ sprach der Indener Bürgermeister als es jüngst in einer Ausschusssitzung um den Erhalt der Anschlussstelle Weisweiler auf der A 4 ging. Auch die Stadt Eschweiler sei der Meinung, dass diese Autobahnanschlussstelle vor allem für ansässige und zukünftige Gewerbe- und Industrieansiedlungen unerlässlich sei.
Ein Erhalt der Anschlussstelle Weisweiler allerdings widerspricht dem im Jahr 1996 zwischen Bund und Land abgestimmten Anschlussstellenkonzept für diesen Bereich der A 4. Demnach soll nach Fertigstellung der Anschlussstelle Eschweiler-Ost und einer neuen Anschlussstelle Luchem die heutige Anschlussstelle Weisweiler geschlossen werden.
In der Regionalratssitzung am 16. Dezember 2011 wurde in der Antwort auf eine Anfrage der GRÜNEN Regionalratsfraktion Köln zum Sachstand die Gültigkeit dieses Konzepts bestätigt. Eine Aufrechterhaltung der Anschlussstelle Weisweiler wäre nur mit Zustimmung des Bundes möglich.
„Wir lehnen diese unnötige Ausgabe von Bundesmitteln ab“, sagt Gudrun Zentis, Mitglied der GRÜNEN Regionalratsfraktion. „Das Angebot ist mit den beiden Anschlussstellen Eschweiler-Ost und Luchem absolut ausreichend. Geld sollte lieber für den dringend benötigten Ausbau der Schieneninfrastruktur ausgegeben werden.“ Auf ein drittes Gleis zwischen Aachen und Düren warte man leider weiter vergebens. Und wenn man schon Geld in Straßen stecken wolle, dann gäbe es wichtigere Projekte, zum Beispiel den Neubau der B 56. „Hier besteht absoluter Handlungsbedarf seitens des Bundes“, so Gudrun Zentis.
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