GRÜNE Regionalrat Köln

18. November 2011

Pläne für ein Pumpspeicherkraftwerk vorgestellt

Mit voller Wasserkraft

Die Stadtwerkegesellschaft Trianel sucht einen geeigneten Standort für ein neues Pumpspeicherkraftwerk. In der engeren Auswahl ist nun der Rurstausee, da hier die nötigen Geländevoraussetzungen gegeben sind. Konkrete Pläne zu diesem Bauvorhaben, das die GRÜNE Fraktion generell begrüßt, wurden dem Regionalrat Köln am 14. Oktober 2011 vorgestellt.

Die Talsperre Schwammenauel in der Eifel staut die Rur zu einem 203 Millionen Quadratmeter großen See auf – dem Rurstausee, der der zweitgrößte Stausee Deutschlands ist. Neben der Wasserstandsregulierung dient das Sperrwerk auch der Stromerzeugung, denn heute schon wird hier in mehreren Speicherkraftwerken saubere Energie hergestellt. Nun hat die Stadtwerkegesellschaft Trianel dem Regionalrat in seiner Sitzung am 14. Oktober 2011 Pläne für die Errichtung eines Pumpspeicherwerks am Rurstausee vorgelegt.

Bei der intensiven Suche nach einem geeigneten Standort, der den Flächenbedarf eines solchen Kraftwerks deckt, eine ausreichende Fallhöhe bietet und auch aus naturschutzfachlicher Sicht infrage kommt, ist unter anderen auch der Rurstausee in die engere Auswahl gekommen. Hier ließen sich ein an die natürliche Geländeoberfläche angepasstes Oberbecken mit ausreichender Größe errichten sowie ein unterirdischer Tunnel, durch den das Wasser gepumpt bzw. abgelassen werden kann. Die Energieausbeute wäre groß: 460.000 Haushalte könnten damit versorgt werden.

Die GRÜNE Regionalratsfraktion begrüßt dieses Bauvorhaben grundsätzlich. „Wenn wir es mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien ernst meinen, brauchen wir solche Projekte wie das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Rurstausee“, sagt Fraktionsvorsitzender Rolf Beu. Dennoch rechnet auch er unter Umständen mit Problemen vor Ort, denn zumindest in der Bauzeit wird es Beeinträchtigungen für die Bevölkerung geben. Auch die Tatsache, dass das zeitweilige Abpumpen den derzeit niedrigen Wasserspiegel des Sees weiter absenken würde, ist ein kritisches Argument. „Vor diesen Hintergründen ist es besonders wichtig, dass von Anfang an transparent und öffentlich informiert wird“, ergänzt Gudrun Zentis, GRÜNES Regionalratsmitglied. Trianel habe sich bisher sehr vorbildlich verhalten und sei sehr offen auf die Bevölkerung zugegangen. „Das erhöht die Chance auf Akzeptanz des Projekts, das wir aus energiewirtschaftlicher Sicht befürworten“, so Gudrun Zentis.

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