Landesumweltminister schaltet sich ein
Nichts Neues im Phantasialand?
Nach wie vor halten die Betreiber des Brühler Freizeitparks Phantasialand an ihren Erweiterungsplänen fest. Anwohner und Naturschutzverbände, aber auch die GRÜNE Regionalratsfraktion Köln stehen diesem Vorhaben kritisch gegenüber – immerhin sind Waldflächen und ein Naturschutzgebiet in Gefahr. Nun hat sich der GRÜNE Landesumweltminister Johannes Remmel eingeschaltet.

Bereits in der letzten Sitzung des Regionalrates Köln am 15. Juli 2011 sollte über eine Regionalplanänderung für eine teilweise Erweiterung des Brühler Phantasialandes abgestimmt werden. Die Bezirksregierung hatte geplant, einen Änderungsentwurf vorzulegen, der vorsieht, dass das Bauleitverfahren für die Erweiterung zweigeteilt wird. Zunächst sollte nur die Fläche östlich der Landstraße einschließlich des Naturschutzgebietes Ententeich betrachtet werden. Das zweite Verfahren, das eine Waldfläche westlich der Landstraße vorsieht,sollte erst dann eingeleitet werden, wenn die Phantasialandbetreiber nachweisen, dass es für eine zusätzliche Erweiterung tatsächlichen Bedarf gibt.
Doch kurz vor der Regionalratssitzung hatte der GRÜNE Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbrauchschutz, Johannes Remmel, die Vorsitzenden der Regionalratsfraktionen sowie Vertreter der Bezirksregierung zum Gespräch eingeladen, sodass der Tagesordnungspunkt „Phantasialand“ am 15. Juli 2011 nicht behandelt wurde. „Ich finde es absolut nachvollziehbar, dass der Landesumweltminister sich zu Wort meldet. Er ist ja sozusagen der oberste Waldhüter – schließlich ist seinem Ministerium der Landesbetrieb Wald und Holz NRW zugeordnet. Hier müsste entschieden werden, ob die zur Diskussion stehenden Flächen überhaupt zur Verfügung stehen“, sagt Rolf Beu, Vorsitzender der GRÜNEN Regionalratsfraktion Köln.
Nach dem Gespräch, das inzwischen in offener und konstruktiver Atmosphäre stattfand, sind die Fraktionen gehalten, sich über das weitere Vorgehen zu beraten. Ob dies bis zur nächsten Regionalratssitzung am 14.10.2011 abschließend erfolgt, ist noch nicht sicher. „Wir werden auf alle Fälle weiter eng mit den Betroffenen vor Ort zusammenarbeiten“, betont Rolf Beu.
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